Der Traum von den 3000er in den Alpen

Der Traum von den 3000er in den Alpen

Ich habe einen Traum! Also, eigentlich habe ich viele Träume was das Wandern angeht. Nur leider zu wenig Zeit.

Ich möchte den GTA (grande traversata delle alpi) und den Friedenspfad (Sentiero della Pace) gehen. Ersterer überzeugt mich mit Nachhaltigkeit, über den zweiten bin ich beim Wandern am Gardasee im wahrsten Wortsinn gestolpert. Ach ja, und einen Reiseführer über den etwa 30-tägigen Friedensweg will ich am liebsten auch schreiben. Und dann ist da noch der GR 20 auf Korsika, Europas schwierigster Fernwanderweg, den ich eigentlich im Juni 2019 gehen will. Von den vielen anderen wunderbaren Regionen mal ganz abgesehen.

Aber nun dominiert da seit einer Woche ein anderer Traum. Dieser Traum von den „Hohen Zielen“. Schuld daran ist ein Buch mit dem gleichnamigen Titel. Als die Pressemitteilung zur Buchveröffentlichung in mein Email-Postfach flatterte, war ich gleich ein bisschen hibbelig.

Buch über 3000er in den Alpen
Buch zum Träumen: “Hohe Ziele”

„Hohe Ziele – Die besten 3000er für Wanderer in den Ostalpen“

Der Buchtitel klingt sofort wie Musik in meinen Ohren, hatte ich doch bisher nur an dieser magischen Grenze geschnuppert. Das letzte Mal auf dem Meraner Höhenweg auf dem Eisjöchl was knapp unter 2.900 Metern Höhe liegt. Meine bestiegenen Gipfel knacken ebenfalls allesamt die 3000er Marke nicht.

„Die Dreitausender-Marke ist für Bergsteiger eine magische Grenze“, heißt es im Vorwort des Buches und weiter: „Als Bergwanderer träumt man davon, diese zu überwinden und einmal auf einem Dreitausender zu stehen.“ Und genauso ist es, auch wenn sich mir nicht erklärt, warum nun eigentlich 3.000 Meter ein anderes Gefühl wecken als 2.900.

Wandern in den Alpen
Nicht ganz die 3000er-Marke geknackt – hier bin ich am Eisjöchl knapp darunter

Das Buch ist in gewohnter Bruckmann-Qualität verdammt gut gemacht. Insgesamt 90 wanderbare Gipfel sind liebevoll beschrieben. Alle wichtigen Infos, die man braucht, um die schwere Wahl für einen dieser Gipfel zu treffen, findet man im Überblick. Tourencharakter, Start- und Endpunkt, Gehzeiten, Einkehr und Schwierigkeit sind sofort erkennbar. Die ausführlichen Beschreibungen sind kurzweilig, die Bilder machen Lust aufs sofortige Loswandern. Und wenn ich sofort schreibe, meine ich auch sofort. Wehmut überkommt mich, denn der Winter in den Bergen steht bevor und es wird wohl noch über ein halbes Jahr dauern, bis ich loswandern kann.

Mein Projekt hundert 3000er in den Alpen

Vorfreude ist die schönste Freude? Na, ich weiß ja nicht! Seit das Buch in meiner Post war, ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten, greife ich ständig danach. Ich plane gedanklich Etappentouren, die mehrere 3000er in den Alpen miteinander verbinden, male mir aus, wie es sich anfühlt da oben zu stehen und sitze mit meinem neuen Buch im Arm dümmlich grinsend herum. Ich kann mich nicht erinnern, wann ein Buch das das letzte Mal geschafft hat.

Gipfelkreuz beim Wandern
Gipfelkreuze haben auf mich einen ganz besonderen Reiz, auch wenn sie wie hier im Nebel liegen

Zurück zu meinem Traum: Schon am zweiten Tag – ich lese parallel einen beeindruckenden Artikel über die französische Alpinistin Liv Sansoz, die gerade alle 4000er in den Alpen bestiegen hat und den Besteigungs-Rekord bei den Frauen knackte – fasse ich ein Vorhaben. Ich will Hundert 3000er in den Alpen erwandern. Nein, einen Rekord will ich nicht aufstellen! Und eine Zeitvorgabe mache ich mir auch nicht. Aber ich will das machen! 50 reichen auch? Das ist dann wie auf einem 2.900 Meter hohen Berg zu stehen und auf die 3000er zu blicken, oder?

„‘Hohe Ziele‘? Dieser Buchtitel passt irgendwie zu deinem Leben“, meint mein Gegenüber, mich – mit meinem Buch im Arm albern im Sessel sitzend – beäugend. Ja, vielleicht ist das so. Nicht die höchsten Ziele müssen es sein, aber hohe sollten es schon sein.

Welcher ist der erste Berg?

Schon am dritten Tag mit meinem neuen Buch, habe ich eine Idee, welchen der dort beschriebenen 90 Gipfel ich mir als erstes vornehmen will. 2013 startete meine Wanderleidenschaft im Gasteinertal, weil ich dort beruflich unterwegs war. Ich bin heute noch oft da und irgendwie mit dieser Region verbunden. Dort steht der Ankogel mit 3.252 Metern. Er wird im Buch als prächtiger, aussichtsreicher Berg beschrieben. Startpunkt des Aufstiegs ist die__________? Richtig! Hannover-Hütte. Die namensgebende Hütte meiner Wahlheimat und der Sektion des Alpenvereins, der ich mittlerweile ebenfalls angehöre. Das ist irgendwie passend, oder?

Mutzspitz in den Alpen
Kein 3000er, aber ein gutes Motto für Hundert 3000er in den Alpen, oder?

Das Buch „Hohe Ziele – Die besten 3000er für Wanderer in den Ostalpen“ empfehle ich jedem, der gern in den Alpen wandert. Wer im nächsten Sommer eine Etappentour plant oder auch mit fester Unterkunft Tagestouren machen will, kann sich mit diesem Buch auch mal an einen 3000er in den Alpen wagen. Es gibt genügend leichte und mittelschwere Gipfelwanderungen, so dass jeder es schaffen kann, einen dieser beeindruckenden Berge zu erklimmen. Selbst wenn man diesen Plan am Ende nicht einmal in die Tat umsetzt, allein wenn man an trüben Wintertagen etwas ins Träumen kommt, hat sich das Buch gelohnt.

Details zum Buch

  • ISBN: 9783765461675
  • Erschienen am 10.10.2018
  • Bruckmann Verlag
  • 288 Seiten
  • ca. 300 Abbildungen

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2 Gedanken zu „Der Traum von den 3000er in den Alpen

  1. Hast Du gut geschrieben, bin auf der Zugspitze gewesen und die 3000er Marke knapp verpasst……
    Das Buch kommt auf die Weihnachtsliste!!!
    Danke!!
    LG Reiner

    1. Ich danke dir, Reiner! Aber immerhin warst du schon mal auf dem höchsten Berg Deutschlands! Der steht auch noch auf meiner Liste, auch wenn es mich jetzt schon davor graut, wie voll es oben sein wird.
      Liebe Grüße
      Romy

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