Etappe 2: Estellencs – Esporles

Etappe 2: Estellencs – Esporles

  • Ausgangspunkt: Estellencs
  • Endpunkt: Esporles
  • Strecke: 14,3 km (+4km)
  • Aufstieg: 534m
  • Abstieg: 494m
  • Dauer: 4:50h (+50min)

 

Abwechslungsreiche, aber wenig spektakuläre Etappe

Tag zwei auf Mallorca ist zugleich unsere erste echte Etappe auf dem Fernwanderweg GR 221. Es ist eine gemütliche Tour, die wir bewusst so gelegt haben, denn als Flachländer müssen wir uns immer erst an die Höhenmeter gewöhnen und machen daher gern am zweiten und dritten Tag eine etwas anspruchslosere Tour. In der Tat ist dieser Abschnitt auf dem mallorquinischen Fernwanderweg gemütlich und daher wenig mit spektakulären Aussichten versehen. Aber interessant ist der Weg allemal. Auf dem ersten Teilstück geht es vom Wahrzeichen in Estellencs – einem etwas klapprig aussehendem Metallesel – nach Banyalbufar. Auf dem zweiten nach Esporles.

Das Wahrzeichen von Estellencs, ein Esel aus Metall
Gut, dass meine Pferde zu Hause besser aussehen als dieser Esel

Die schmalen, mittleren und breiten Wege führen uns auf dem Cami Reial, dem königlichen Weg, in Richtung Norden. Wenn wir hinter uns schauen, blicken wir immer wieder auf den Galatzo, der uns am Vortag so viel Freude bereitet hat.  Es geht zunächst durch Steineichenwälder und später durch Olivenhaine. Je näher wir Banyalbufar kommen, desto mehr wandelt sich die Landschaft hin zu den terrassierten Plantagen. Wir passieren die beeindruckende Finca Son Serralte de Dalt und können durch die Bäume immer wieder Blicke aufs Meer werfen. Nach etwa zwei Stunden haben wir Banyalbufar erreicht und entscheiden uns für eine längere Pause in einer der vielen Bars, da das Wetter sich etwas verschlechtert hat und es etwas stärker regnet. Und Eile haben wir auf dieser Strecke schließlich nicht.

Banyalbufar ist das Zwischenziel nach Esporles
Blick aufs Meer über den Dächern von Banyalbufar

Nach Esporles geht’s weiter durch den Wald

Auch der zweite der dieser Etappe ist nicht besonders anspruchsvoll. Der GR 221 ist gut markiert, man benötig weder besondere Kondition, noch Trittsicherheit oder Schwindelfreiheit. Der Weg liegt überwiegend im Schatten, was ein Segen sein kann, wenn man hier bei mehr als 13 Grad wandert. Aussicht gibt’s auf diesem Teilstück nicht. Waldwege, gepflasterte Caminos, Pfade oder alte Terrassenwegen verschaffen aber zumindest unseren Füßen Abwechslung.

Auf dem Weg nach Esporles auf dem GR 221 passieren wir Trockensteinmauern
Trockensteinmauern begleiten uns auf der gesamten Etappe

Was aber das wirklich Schöne an diesem Weg ist, er macht seinem Namen alle Ehre. Der Fernwanderweg GR 221 heißt nämlich auch Trockensteinmauerweg. Und diese begleiten uns fast den gesamten Weg. Mal sind sie bepflanzt, mal frisch restauriert und mal schon etwas brüchig. Mir sind diese Mauern auf keiner anderen Etappe so in Erinnerung geblieben wie auf dem Weg nach Esporles. Nach gut zwei Stunden haben wir Esporles erreicht. Das lebendige Städtchen bietet zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Wir können sie jedoch nur kurz genießen, denn als wir die Lage der Unterkunft überprüfen, stellen wir erschrocken fest, dass sie weitere 4 Kilometer außerhalb des Ortes liegt. Irgendwie habe ich das vergessen. Blöd, denn mit etwas Vorlauf hätte ich schnell festgestellt, dass man eigentlich wunderbar dorthin mit dem Bus hätte fahren können. Wir aber laufen die vier Kilometer mit schweren Beinen auf einer stark befahrenen Asphaltstraße. Das ist kein Vergnügen.

Das war unsere Tour nach Esporles

GPS-Track Estellencs nach Esporles

Etappe 2 von Estellencs nach Esporles

(Download: rechte Maustaste, Datei speichern unter)


Übernachtung in Estellencs

Trotz, das uns die letzten 4 Kilometer alles abverlangen – ich fange sogar an Schritte zu zählen, um mich abzulenken – lohnt sich der Weg zu unserem Quartier. Wir haben nämlich durch ein günstiges Angebot eine Suite im loftOtel canet gebucht. Zwar darf man auch nicht so genau in jede Ecke schauen, aber, dass das Apartment-Hotel schon etwas in die Jahre gekommen ist, stör an diesem Abend nicht. Die Betten sind mega bequem, dass Essen im hoteleigenen Restaurant vorzüglich und warm ist es auch – was erfreut das Wanderherz mehr? Nichts! Wirklich, wir vermissen an diesem Abend nichts! Sogar eine Flasche Wein steht bereit. Mehr kann man für 80 Euro für zwei Personen auf Mallorca nicht erwarten. Klare Empfehlung! Und das trotz des 4 Kilometer-Asphalt-Marsches, den man auch mit dem Bus überspringen kann.

Hier geht’s zur Website des loftOtel canet

Zur dritten Etappe

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