Meine schönsten Wanderfotos im 2. Halbjahr

Meine schönsten Wanderfotos im 2. Halbjahr

Fotoparade 2/2018

Was habe ich mich gefreut, als Blogger Michael von Erkunde die Welt wieder zu seiner halbjährigen Fotoparade aufgerufen hat. Ist es doch eine tolle Möglichkeit sich gerade an grauen Tagen durch die Bilder des letzten Halbjahres zu klicken. Vor allem, wenn man wie ich das unbeschreibliche Glück hatte, so viel zu erleben! Gleichzeitig liegt darin natürlich auch mein Problem. Wer nämlich viel erlebt, hat auch Unmengen an Bildern durchzuschauen, sollen es doch auch wirklich die Schönsten sein.

Meine schönsten Bilder aus dem 1. Halbjahr findest du hier: Meine schönsten Wanderfotos im 1. Halbjahr

Sechs Kategorien hat Michael vorgeschlagen, zu denen die ausgewählten Bilder passen sollen. Plus das schönste Foto. Unglaubliche sieben Regionen habe ich im letzten halben Jahr besucht – Wahnsinn! Südtirol, die Mecklenburgische Seenplatte, die Lüneburger Heide, den Gardasee, die Mosel, den Harz und dann noch einmal das Berchtesgadener Land. Allein das ist für mich etwas für Michaels Kategorie “Krasse Sache”.

Wie immer sind meine Bilder kaum bearbeitet und nicht mit der besten Kamera gemacht. Ich brauche halt bei meinen Etappenwanderungen was Kleines, Handliches. Dennoch hoffe ich, euch gefällt meine Auswahl! An die vorgegebenen Kategorien habe ich mich gehalten.


Abstrakt

Fangen wir zugleich mit der für mich schwierigsten Kategorie an. “Abstrakt”. Tja, das ist für mich wirklich kaum lösbar, denn in der Natur ist alles irgendwie natürlich und für mich kaum abstrakt. Entschieden habe ich mich für ein Bild, das bei einer Tageswanderung im Harz im Oktober entstand. Wir wanderten hinauf zum Brocken und alles war in eine mystische, nebelige Stimmung gehüllt.

Harz

Warum die Tannen so furchtbar aussehen? Zahlreiche Fichtenforste sterben aktuell im Harz in großem Umfang ab, dahingerafft vom Borkenkäfer. Die toten Baumstümpfe sehen wahrlich nicht besonders hübsch aus, ebnen aber den Weg für neue Natur. Gegen den Borkenkäfer wird nichts unternommen, damit der Harz wieder ins natürliche Gleichgewicht kommt. Hier geht’s zum Tourenbericht Brocken


Landschaft

Das krasse Gegenteil des trostlosen Firchtenforstes im Harz ist diese satte grüne Landschaft im Schnalstal im Meraner Land, für mich eines der schönsten Täler in den Alpen überhaupt. In der Tiefe vor dem hinteren Bergmassiv liegt das Vinschgau. Das kleine Örtchen auf der ungewöhnlichen Felsformation ist Katharinaberg.

Katharinaberg

Diesen Anblick werde ich nie vergessen! Es war auf meiner 7-tägigen Hüttentour auf dem Meraner Höhenweg in Südtirol, als ich einen Blick zurück warf und sich mir diese Berglandschaft offenbarte. Ein Hubschrauber, nicht größer als ein Stecknadelkopf und so gut wie gar nicht auf dem Bild zu erkennen, macht die Dimension deutlich. Hier geht’s zur Tourenbeschreibung des Meraner Höhenweges.


Rot

Stellt euch vor, ihr wandert den ganzen Vormittag auf einem Höhenweg entlang und alles liegt im Nebel. Keine Aussicht, die Sachen sind klamm und es lässt sich keine 50 Meter weit schauen. Durch das Wandern schaffe ich es aber immer wieder, auch die augenscheinlich schlechten Wetterlagen zu genießen. Denn der Herbst, der Nebel machen eine fantastische Stimmung.

Mosel

Wie auf diesem Bild der Kategorie “Rot”. An den Früchten, die Vögeln und Kleintiere im Winter als Nahrungsquelle dienen, hängen saftige Tropfen Tau. Denn nach diesem trockenen Sommer ist die Feuchtigkeit im Herbst für die Natur ein Segen. Entstanden ist dieses Bild bei einem Wochenende auf dem Moselsteig. Hier geht’s zum Bericht des Fernwanderwegs.


Krasse Sache

Noch eine Woche früher als das rote Bild, ist dieses Bild von meinem Wanderhund Lotte entstanden. Ich war eigentlich gerade erst dabei mich damit abzufinden, dass es Herbst geworden ist und wollte der beginnenden Herbstmüdigkeit mit einer ordentlichen Wanderung begegnen. Die einzigen richtigen Höhenmeter hier im hohen Norden bietet mir der Aufstieg zum Brocken.

Kalter Hund

Doch neben toller Herbststimmung schlitterten wir auf dem Brocken im wahrsten Wortsinn direkt in den Winter! Der Sturm trieb uns eisigen Schneegries ins Gesicht, wir konnten keine 10 Meter weit schauen und meine Lotte wurde zum “kalten Hund”. Ich twitterte zu dem Bild “Liebe Grüße vom Brocken – ganz schön kalt hier oben” und schaffte es damit am nächsten Morgen sogar ins ARD Morgenmagazin – krasse Sache!


Aussicht

Eine krasse Sache war auch dieses Erlebnis. Ende November stieg ich allein zum Watzmannhaus unterhalb des beeindruckenden Berges auf. Sogar noch 400 Höhenmeter mehr. Das kleine Haus im Vordergrund ist Ursprung meines Abenteuers! Denn darin befindet sich der Winterraum des Alpenvereins in dem ich die Nacht verbrachte. Allein. Allein auf 1.930 Metern. Allein am Fuße des Watzmanns.

Watzmannhaus

OK! Ganz allein war ich nicht. Ich hatte Gesellschaft von Mäusen (vor denen ich nachts mein Essen in Sicherheit brachte), von zwei Bergdohlen und etwa sieben Gämsen. Ich hatte diesen Berg zu dem im Sommer 400 Menschen täglich aufsteigen, mehr als 20 Stunden lang ganz für mich allein! Hier geht’s zum Bericht Allein auf dem König Watzmann.


Tierisch

Als ich am Morgen die totale Stille am Watzmannhaus genieße, gesellen sich zwei Bergdohlen zu mir. Ich, dick eingepackt, meinen Gaskocher beobachtend, wartete gerade auf meinen ersten Kaffee für diesen Tag. Schnell war klar, worauf die beiden zutraulichen Vögel warteten. Sie hatten wie ich noch nicht gefrühstückt.

Alpendohlen

Meine Notration an Nüssen, gingen in den nächsten 10 Minuten vollständig drauf. Während die eine von beiden Dohlen die Nüsse nur geworfen nahm, war die zweite forsch und mutig. Sie pickte sich die Nüsse sehr vorsichtig direkt aus meiner Hand. Zu allem Glück an diesem Morgen, kämpfte sich die Sonne für ein paar Minuten durch einen kleinen Spalt durch die Wolken und beleuchtete die Szenerie. Währenddessen hing im Tal dicker Nebel… .


Schönstes Foto

Eigentlich ist diese Kategorie wohl meistens die schwierigste. Für mich stand dieses Bild hingegen sofort fest. Keine Ahnung ob es fototechnischen Beurteilungen stand hält, aber für mich ist es das schönste Bild, was es geben kann. Entstanden ist es bei der schönsten Fernwanderung in diesem Jahr auf dem Meraner Höhenweg.

Über den Wolken

 

Es zeigt mich mit meiner Lotte, ist fotografiert von meiner liebsten Wanderpartnerin Martina und vermittelt diese Freiheit, die ich so sehr mit dem Wandern verbinde. Über den Dächern von Meran. Wandern der Extraklasse. Wandern mit Lotte. Nur mit Rucksack. Hach, dieses Bild!


Die Aussortierten

Beruflicher Aufenthalt im Gasteinertal – der Blick auf die Berge!
Ein Seeadler über der Mecklenburgischen Seenplatte
Blick vom Moselsteig auf bunte Reben und die Mosel
Die schönste Hütte auf dem Meraner Höhenweg plus Alpenpanorama

Ich bin super gespannt auf Eure Meinungen zu meinen Bildern! Ich werde mir nach und nach auch die anderen Beiträge anschauen und hier meine Favoriten verlinken:

Moosbrugger Climbing

14 Gedanken zu „Meine schönsten Wanderfotos im 2. Halbjahr

  1. Servus Romy!

    Hui, ein Blog mit Fernwanderungen – da muss ich mich dann einmal in Ruhe umsehen! Werde mich nämlich im Juni nächsten Jahres zu Fuß auf den Weg von Salzburg nach Innsbruck machen – erste Artikel zur Planung habe ich schon online.

    Am besten gefällt mir dein Bild “Aussicht”.

    Have fun
    Horst

    P.S.: verlinke deinen Beitrag sehr gerne!

    1. Hey Horst,

      danke für deinen Kommentar und ja, das Bild mag ich auch besonders gern. Die schönsten Bilder sind die, die eine Geschichte erzählen…
      Danke für die Verlinkung, ich schau mir deinen Beitrag sehr gern an, bin aber esrt bei Beitrag 19 😉

      Liebe Grüße Romy

  2. Liebe Romy, das sind superschöne Bilder. “Rot” und “abstrakt” gefallen mir besonders gut, aber besonders auch die aussortieren Fotos.
    Gruß, Aurora

  3. Tolle Fotos zeigst du da. Jedes einzelne erzählt eine Geschichte, das gefällt mir besonders gut. Das Foto vom Harz passt super zum Thema “abstrakt”. Mich fasziniert der Wandel vom Wald im Harz sehr und ich fotografiere diese “abstrakte” Szenerie total gerne. Nun ja, und der Meraner Höhenweg ist ja für mich auch eine meiner schönsten Wander-Erinnerungen. Ich kann sehr gut verstehen, dass du das Foto von dort als dein Schönstes ausgesucht hast. Und nun krame ich gedanklich bereits in meinen Fotos für diese Blogparade. Danke für die Inspiration! Liebe Grüße von Andrea

    1. Hallo Andrea, Danke für deinen Kommentar. Ich freu mich total, wenn ich dich inspirieren konnte, denn es macht wirklich Spaß an dieser Fotoparade teilzunehmen. Auf deine Fotos bin ich sehr gespannt. Liebe Grüße Romy

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