Alpenporträt: Stubaital
Höhenwege, Gletscher und ziemlich große Berge
Wilde Wasserfälle, azurblaue Bergseen, schmale Höhenwege und Gipfel jenseits der 3.000 Meter: Das Stubaital zeigt erstaunlich viele Gesichter. Drei ganz unterschiedliche Tagestouren, der Stubaier Höhenweg und eine persönliche Wanderidee für eine knappe Woche in einer Region, die mit jedem Höhenmeter wilder wird, stelle ich im Artikel vor.
[Dieser Artikel enthält Werbung für den Tourismusverband Stubai Tirol]
Manchmal braucht es nur einen Blick, um zu wissen, dass man in einer Bergregion nicht zum letzten Mal gewesen ist. Manchmal sind es aber auch viele Blicke, von denen jeder einzelne dieses Wissen noch ein bisschen fester verankert. Was das Stubaital betrifft, kann ich mich jedenfalls nicht entscheiden, welcher davon der gewichtigste war: Der vom Grawaggrubenieder, wo meine Wanderschuhe in 20 Zentimetern Neuschnee steckten, während mir in der Sonne die Waden brutzelten und das Tal unter tiefhängenden Wolken vor blauem Himmel nur zu erahnen war? Oder dieser Sommermoment, als ich nach einem eiskalten Bad im azurblauen Bergsee im Schatten an der Sulzenauhütte saß und die erste Gabel Kaiserschmarrn aß? Vielleicht war es aber auch gar kein einzelner Blick. Vielleicht waren es vielmehr diese vielen Schritte auf allerbesten Pfaden, die sich direkt an die Hänge schmiegen – gesäumt von mächtigen Kalkbergen und formschönen Felstürmen. Solche Wege, auf denen ich beim Aufstieg zum Gipfel des Hohen Burgstalls immer wieder stehen bleiben musste, weil die Landschaft ringsum einfach zu schön war, um weiterzulaufen.
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Egal, wann ich auf meinen Reisen im Stubaital gelandet bin – bei jedem Besuch war ich um eine Facette reicher. Mal habe ich die Bergregion bei bestem Sommerwetter erlebt, mal neblig-mystisch und mal direkt nach einem deftigen Wintereinbruch im August, inklusive Neuschnee. Ob Talwanderung, moderate Bergtour oder anspruchsvolle Dreitausenderrunde: Jede Höhenlage im Stubaital hat mich auf ihre eigene Weise überrascht.
Eine Faustregel lässt sich schon einmal festhalten: Schön ist es überall. Aber je höher man im Stubaital steigt, desto stiller und wilder wird es.
Nahaufnahme: Stubaital
Hohe Berge, wilde Wasserfälle, azurblaue Bergseen, schmale Pfade und irgendwo dazwischen eine Hütte mit Kaiserschmarrn – das Stubaital bringt ziemlich vieles zusammen, was für mich eine gute Wanderregion ausmacht. Dabei ist es vor allem die Bandbreite, die mich überrascht hat. Ich habe inzwischen viele Regionen der Ostalpen bereist, doch nur wenige wechseln so selbstverständlich zwischen grünen Talböden, tosenden Wasserwelten, markanten Kalkbergen und vergletscherter Hochgebirgslandschaft.
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Unten führen entspannte Wege durch das Tal, weiter oben warten aussichtsreiche Gipfeltouren und herausfordernde Hüttentouren, und noch ein Stück höher beginnt mit Dreitausendern wie Habicht oder Zuckerhütl endgültig die Welt des Hochgebirges. Dazwischen liegen Bergseen, Wasserfälle, Almen und Hütten – und immer wieder Wege, die genau dort entlangführen, wo man ohnehin am liebsten weitergehen möchte. Das Stubaital kann gemütlich, genussvoll und familienfreundlich sein, aber eben auch wild, fordernd und hochalpin. Genau diese Mischung macht die Region für mich so besonders.
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Stubaital: Daten und Fakten
Das Stubaital zweigt südlich von Innsbruck bei Schönberg vom Wipptal ab und zieht sich rund 30 Kilometer in die Stubaier Alpen hinein. Der Talboden liegt größtenteils um etwa 1.000 Meter Höhe, Richtung Talschluss wird das Tal zunehmend enger und hochalpiner.
- 109 Dreitausender
- 36 Hütten und Almen
- Rund 40 Bergseen
- 840 Kilometer Wanderwege
- 4 Bergbahnen: Stubaier Gletscher, Schlick 2000, Elferbahnen und Serlesbahnen
- 5 Orte: Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift
- Höchster Gipfel: Zuckerhütl, 3.507 m
- Fläche: rund 317 km² – davon nur etwa 8 Prozent Dauersiedlungsraum
- Natur: rund zwei Drittel der Region liegen in Landschaftsschutz- oder Ruhegebieten
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Vom Tal bis zum Gipfel – 3 Tagestouren im Stubaital
Kaum eine Region der Alpen vereint so unterschiedliche Wanderwelten auf so engem Raum wie das Stubaital. Im Tal führen Wege durch Kulturlandschaft, entlang von Wildbächen und zu mächtigen Wasserfällen, weiter oben geht es über Almen und aussichtsreiche Bergpfade hinauf in felsiges Hochgebirge. Noch ein Stück höher beginnen die Gletscherregionen und mit ihnen die anspruchsvollen Touren auf die Dreitausender der Stubaier Alpen. Dazwischen spannt sich ein erstaunlich breites Spektrum aus Talwanderungen, Wasserfallwegen, Gipfeltouren und mehrtägigen Hüttenwanderungen. Der große Klassiker darunter ist der Stubaier Höhenweg, der in mehreren Etappen von Hütte zu Hütte führt.
Die Gipfeltour: Hoher Burgstall – Berggenuss auf 2.611 Metern
Es gibt Wanderungen, bei denen schon der Weg zum Gipfel fast wichtiger wird als der Gipfel selbst. Die Tour auf den Hohen Burgstall gehört für mich dazu. Oberhalb der Schlick 2000 führen schmale Bergpfade aussichtsreich durch eine Landschaft aus mächtigen Kalkbergen und markanten Felstürmen – eine Seite des Stubaitals, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Und am Ende wartet mit dem Hohen Burgstall auch noch einer der Seven Summits Stubai.
Daten zur Wanderung
- Start/Ende: Bergstation Kreuzjochbahn, Schlick 2000
- Länge: 8,8 km
- Dauer: ca. 3:30 h
- Höhenunterschied: 710 Hm Aufstieg, 710 Hm Abstieg
- Höchster Punkt: Hoher Burgstall, 2.611 m
- Schwierigkeit: mittel, überwiegend T2/T3
- Einkehr: Starkenburger Hütte
- Hundetauglichkeit: gut für bergerfahrene Hunde
Download: GPX Hoher Burgstall
Die ersten Höhenmeter übernimmt bequem die Kreuzjochbahn. Von der Bergstation geht es anschließend auf schmalen Bergwegen hinein in die Kalkkögel. Schon während des Aufstiegs zum Hohen Burgstall öffnen sich immer wieder weite Blicke über das Stubaital und auf die ungewöhnlich schroffen Felsformationen ringsum. Der Weg ist technisch nicht übermäßig schwierig, verlangt im oberen Bereich aber Trittsicherheit und an einigen Stellen auch etwas Freude am Kraxeln.
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Der Hohe Burgstall gehört zu den Seven Summits Stubai und gilt unter ihnen als vergleichsweise einfach zu besteigender Gipfel. Unterschätzen sollte man die Tour trotzdem nicht: Man bewegt sich im hochalpinen Gelände und entsprechende Ausrüstung sowie Bergerfahrung gehören dazu. Oben wartet dafür ein großartiges 360-Grad-Panorama. An klaren Tagen reicht der Blick weit über die Stubaier Bergwelt hinaus und so mancher Gipfel lässt sich am Horizont wiedererkennen. Für den Rückweg bietet sich die Runde über die Starkenburger Hütte auf 2.237 Metern an. Nach einer Einkehr führen felsige, insgesamt deutlich ruhigere Bergpfade zurück in Richtung Kreuzjoch. Eine kompakte, aber ausgesprochen abwechslungsreiche Gipfeltour – und für mich eine der schönsten Möglichkeiten, die felsige Seite des Stubaitals kennenzulernen.
Der Entspannte: Sunnenseit’n Weg
Nicht jede schöne Bergwanderung muss auf einen Gipfel führen. Der Sunnenseit’n Weg zeigt eine wesentlich sanftere Seite des Stubaitals und eignet sich wunderbar für einen Tag, an dem Aussicht und Landschaft im Tal wichtiger sind als alpine Herausforderungen. Die rund neun Kilometer lange Runde führt oberhalb des Talbodens durch Wiesen und Wälder – immer wieder mit freiem Blick auf die gegenüberliegenden Berge. Ein kleines bisschen Nervenkitzel gibt es trotzdem: Eine 110 Meter lange Hängebrücke überspannt unterwegs das Tal eines Gebirgsbachs.
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Daten zur Wanderung
- Länge: 9 km
- Dauer: ca. 3:10 h
- Höhenunterschied: 430 Hm Aufstieg, 400 Hm Abstieg
- Schwierigkeit: leicht
- Highlight: 110 Meter lange Hängebrücke
- Hundetauglichkeit: gut, Hängebrücke mit Gitterrost beachten
Download: GPX Sunnseit’n Weg
Der Name ist Programm: Der Sunnenseit’n Weg verläuft über weite Strecken auf der sonnigen Talseite des Stubaitals. Ohne große technische Schwierigkeiten geht es über einfache Wanderwege und durch Almwiesen langsam bergauf und bergab. Gerade im Sommer lohnt sich ein wenig zusätzliche Zeit – nicht nur wegen der Aussichten, sondern auch für die Himbeeren, die hier stellenweise direkt am Wegesrand wachsen.
Spektakulärster Abschnitt ist die Hängebrücke, die sich auf einer Länge von 110 Metern bis zu 50 Meter über den Grund spannt. Wer höhenempfindlich ist, bekommt hier einen kurzen Adrenalinschub serviert. Bei Hunden können dagegen vor allem die Gitterroste zum Problem werden – Greta hat diesen Abschnitt kurzerhand auf dem Arm überquert. Danach wird die Wanderung wieder ausgesprochen gemütlich. Der Weg führt weiter über die sonnigen Hänge des Tales und bietet dabei immer wieder schöne Blicke hinüber auf die Bergwelt des Stubaitals.
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Für mich ist der Sunnenseit’n Weg vor allem eine perfekte Ergänzung zu den hochalpinen Touren der Region: keine große Gipfelbesteigung, keine ausgesetzten Steige, sondern eine entspannte Wanderung, die trotzdem genügend Höhenmeter und Landschaft für einen ausgefüllten Wandertag mitbringt.
Der Wasserreiche: auf dem WildeWasserWeg zur Blauen Lacke
Wenn eine Wanderung die Vielfalt des Stubaitals auf wenigen Kilometern zusammenfasst, dann vermutlich dieser Abschnitt des WildeWasserWegs. Wasserfall, Waldsteig, Gletscherbach, Hochebene, Berghütte und tiefblauer Bergsee folgen hier Schlag auf Schlag. Für mich ist die Strecke vom Grawa-Wasserfall über die Sulzenaualm und Sulzenauhütte bis zur Blauen Lacke deshalb eine jener Touren, die man problemlos ein zweites oder drittes Mal gehen kann.
Daten zur Wanderung
- Start: Grawa-Alm/Grawa-Wasserfall
- Länge: 11,5 km
- Dauer: ca. 4:45 h
- Höhenunterschied: 780 Hm Aufstieg, 700 Hm Abstieg
- Schwierigkeit: mittel
- Einkehr: Sulzenauhütte
- Highlight: Grawa-Wasserfall, Sulzenau, Blaue Lacke
- Hundetauglichkeit: gut für bergerfahrene Hunde
Download: GPX WildeWasserWeg Blaue Lake
Schon der Ausgangspunkt ist beeindruckend. Der Grawa-Wasserfall stürzt breit über eine mächtige Felsstufe ins Tal und gehört zu den bekanntesten Naturerscheinungen des Stubaitals. Von hier führt ein schön angelegter Steig durch den Wald bergauf. Einige Höhenmeter später ändert sich die Landschaft beinahe schlagartig. Auf der Sulzenau öffnet sich eine weite Hochebene. Hellblaues Gletscherwasser schlängelt sich in mehreren Armen durch die flache Landschaft, während ringsum hohe Berge und Wasserfälle die Szenerie einrahmen. Im Hintergrund rücken bereits die Gletscher des hinteren Stubaitals ins Blickfeld. Für mich gehört dieser Abschnitt zu den eindrucksvollsten Landschaften der gesamten Tour.
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Am Fuß des Sulzenau-Wasserfalls beginnt der nächste Anstieg hinauf zur Sulzenauhütte. Sie liegt direkt am Stubaier Höhenweg und bietet sich bestens für eine längere Einkehr an – wobei der Kaiserschmarrn durchaus Argumente dafür liefert, den Aufenthalt etwas auszudehnen. Vorher lohnt sich allerdings noch der zusätzliche Aufstieg zur Blauen Lacke. Der kleine Bergsee liegt oberhalb der Hütte in felsigem Gelände und trägt seinen Namen völlig zu Recht: Bei entsprechendem Licht leuchtet das Wasser beinahe unwirklich blau. Wer mutig genug ist, kann hier sogar baden. Viel Zeit braucht es dafür erfahrungsgemäß nicht – das Wasser ist ausgesprochen kalt. Anschließend führt die Tour wieder hinab zur Sulzenauhütte und über die Sulzenau zurück in Richtung Tal. Eine abwechslungsreiche Bergwanderung, bei der das Wasser praktisch vom ersten bis zum letzten Kilometer den Takt vorgibt.
Hoch hinaus und weit gewandert
Für mich ist die Bergwelt rund um das Stubaital allerdings schlicht zu verlockend, um nicht in die Höhe oder auch länger zu wandern. Wanderbare 3000er, Gletscher, Höhenwege und Hütten – das ist meine Welt. Genau dort oben gefällt mir das Stubaital fast am besten: Die Wege werden schmaler, die Landschaft karger und wilder – und mit jedem Höhenmeter bleibt ein bisschen mehr vom Trubel des Tales zurück.
Einen ersten Ausflug in die Welt der Dreitausender bietet die Kreuzspitze auf 3.084 Metern. Der lange Aufstieg führt über die Neue Regensburger Hütte bis in felsiges Hochgebirgsgelände und endet an einem Gipfel, von dem sich große Teile der Stubaier Alpen überblicken lassen. Für mich war die Kreuzspitze nicht nur einer meiner ersten wanderbaren Dreitausender, sondern auch einer dieser Berge, die zeigen, wie nah im Stubaital doch vergleichsweise unkompliziertes Bergwandern und echtes Hochgebirge beieinanderliegen. Bericht über die Wanderung zur Kreuzspitze.
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Weitere Ideen für Dreitausender ohne Gletscherkontakt, Seil und Pickel: Rinnenspitze (3.000 m), Habicht (3.277 m), Aperer Freiger (3.262 m), Hinterer Daunkopf von der Dresdner Hütte (3.225 m)
Wer lieber weit als hoch wandert, findet mit dem Stubaier Höhenweg das vielleicht intensivste Wandererlebnis der Region. Über mehrere Tage verbindet er die Hütten hoch über dem Tal und führt durch eine Landschaft, in der Wetter, Fels und Gletscher den Takt vorgeben. Ich selbst habe einen Teil des Weges bei einem ziemlich deftigen Wintereinbruch im August kennengelernt – inklusive Neuschnee, tiefhängender Wolken und später wieder strahlend blauem Himmel. Eine Tour, die mir gerade wegen dieser Wetterkapriolen besonders im Gedächtnis geblieben ist. Bericht über den Stubaier Höhenweg.
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Eine ganz andere Art, das Stubaital über mehrere Etappen kennenzulernen, bietet der WildeWasserWeg. Drei Etappen führen von der WildeWasserArena bei Ranalt über den Ruetz-Katarakt und den mächtigen Grawa-Wasserfall hinauf zur Sulzenau, weiter zur Sulzenauhütte und schließlich bis an den Sulzenauferner. Der eigentliche Weg bergauf misst rund zehn Kilometer und überwindet etwa 1.200 Höhenmeter. Dabei gibt ausnahmsweise nicht ein Gipfel die Richtung vor, sondern das Wasser. Vom tosenden Wildbach im Tal geht es vorbei an Wasserfällen und verzweigten Gletscherbächen immer weiter hinauf, über grüne Almflächen und an der tiefblauen Blauen Lacke vorbei bis in die karge Welt des Gletschers. Tipp: wer alpin erfahren ist, wandert weiter bis zur Dresdener Hütte und fährt dann mit der Bahn zurück ins Tal. Infos und Wegverlauf zum WildeWasserWeg auf Komoot.
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Wenn ich nur eine Woche Zeit fürs Stubaital hätte …
Eine knappe Woche reicht natürlich nicht, um das Stubaital komplett zu erwandern. Sie reicht aber ziemlich gut, um einige seiner schönsten Seiten miteinander zu verbinden. Und genau das würde ich machen: nicht möglichst viele einzelne Touren abhaken, sondern aus ihnen eine kleine, große Wanderreise bauen. Den Auftakt würde der Hohe Burgstall machen. Statt anschließend wieder ins Tal zurückzukehren, würde ich direkt auf der Starkenburger Hütte übernachten und am nächsten Morgen in den Stubaier Höhenweg einsteigen. Von dort geht es mehrere Tage durch die hochalpine Bergwelt des hinteren Stubaitals.
Übernachtet wird dann unterwegs auf: Starkenburger Hütte, Franz-Senn-Hütte, Neue Regensburger Hütte, Dresdner Hütte und Sulzenauhütte. Wer fit ist und genügend Zeit mitbringt, kann von der Neuen Regensburger Hütte zusätzlich die Kreuzspitze auf 3.084 Metern als Gipfelabstecher einbauen und damit auch einen echten Dreitausender mitnehmen. Anschließend führt der Höhenweg weiter über die Dresdner Hütte bis zur Sulzenauhütte. Dort schließt sich der WildeWasserWeg an, dem man vorbei an Gletscherbächen, Wasserfällen und der Sulzenau wieder hinunter ins Tal folgen kann.
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So verbindet eine einzige Tour ziemlich genau die Seiten des Stubaitals, die mich am meisten begeistern: die Kalkkögel rund um den Hohen Burgstall, mehrere Tage auf schmalen Höhenwegen, Hüttenleben, Gletscherlandschaften, einen Dreitausender und zum Abschluss die Wasserwelten rund um die Sulzenau. Viel mehr Stubaital lässt sich in einer knappen Woche vermutlich kaum miteinander verbinden.
Stubaital auf einen Blick – Tipps für die Reiseplanung
Beste Reisezeit: Für den Stubaier Höhenweg, Dreitausender und andere hochalpine Touren eignet sich der Sommer von Juli bis September. Zu Beginn der Saison können auf dem Höhenweg noch steile Schneefelder liegen. Für Wanderungen im Tal und auf mittleren Höhen beginnt die Saison früher und reicht länger.
Standort mit dem Camper: Ich stand auf dem Campingplatz Edelweiss in Volderau, rund sechs Kilometer hinter Neustift Richtung Stubaier Gletscher. Für einen Wanderurlaub fand ich die Lage ziemlich ideal: weit hinten im Tal, eine Bushaltestelle praktisch vor der Tür und Hunde sind erlaubt.
Anreise: Ohne Auto oder Camper geht es per Bahn zunächst nach Innsbruck. Von dort fährt die Buslinie 590 direkt durchs Stubaital bis zum Stubaier Gletscher. Wer im vorderen Tal übernachtet, kann außerdem die Stubaitalbahn zwischen Innsbruck und Fulpmes nutzen.
Mobilität ohne Auto: Das eigene Fahrzeug kann im Stubaital oft stehen bleiben. Die Linie 590 verbindet die Orte im Tal mit vielen wichtigen Wanderstartpunkten, unter anderem auch zum WildeWasserWeg und Stubaier Gletscher. Mit der Stubai Super Card sind 2026 sowohl die Buslinie 590 als auch die Stubaitalbahn inklusive. Je nach Unterkunft beziehungsweise Gästekarte unterscheiden sich die eingeschlossenen Leistungen, deshalb am besten vorab noch einmal die aktuellen Bedingungen prüfen.
Charakter der Wege: Das Spektrum reicht von breiten Tal- und Almwegen bis zu schmalen, felsigen Pfaden. Im hochalpinen Bereich kommen Geröll, Blockwerk, Platten und seilversicherte Passagen hinzu. Auch Altschnee kann eine Rolle spielen. Der Stubaier Höhenweg führt komplett durch alpines beziehungsweise hochalpines Gelände und erfordert alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition.
Mit Hund: Viele Touren lassen sich mit einem bergerfahrenen Hund gut gehen – Greta war auf meinen Wanderungen jedenfalls begeistert dabei. Schwieriger können Gitterroste, steile versicherte Passagen und Begegnungen mit Weidevieh werden. Auf Almen gehören Hunde an die Leine. Bei Bergbahnen außerdem vorab die Beförderungsregeln prüfen: Teilweise besteht Maulkorbpflicht. Bei Hüttenübernachtungen unbedingt vorher klären, ob und unter welchen Bedingungen Hunde aufgenommen werden.
Hütten: Die Hütten sind für mich ein großer Teil des Wandererlebnisses im Stubaital – nicht nur als Übernachtungsorte am Höhenweg. Starkenburger Hütte, Franz-Senn-Hütte, Neue Regensburger Hütte, Dresdner Hütte oder Sulzenauhütte liegen jeweils in völlig unterschiedlichen Landschaften und lassen sich auch durch Tagestouren gut erreichen. Für Übernachtungen unbedingt rechtzeitig reservieren.
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Karten und Navigation: Für die alpinen Touren ist die Alpenvereinskarte 31/1 Stubaier Alpen – Hochstubai, 1:25.000 eine gute Grundlage. Praktisch: Das Blatt ist im August 2026 neu erschienen. Zusätzlich nutze ich natürlich digitale Tourenplanung und GPX-Tracks von komoot. Die Touren findest du hier: Wanderparadies Stubaital – Tourentipps für die perfekte Ausszeit
Weitere Wanderideen im Stubaital
18/100 Scheiblehnkogel 3055 M
#15/100 Hofmannspitze 3113 m
#12/100 Schrankogel 3497 m
#8/100 Kreuzspitze (Stubai) 3.084m
Hüttentour durch die Stubaier Alpen















